#LINKSDERWOCHE | 20/2021: Produktivität, Projektmanagement, Lean, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Eat the Frog: Eine kritische Würdigung der Strategie

Von Brian Tracy stammt das Buch Eat the Frog. In diesem Buch steht die folgende Strategie im Fokus, die unangenehmen Aufgaben (die Kröte) zuerst zu machen (zu schlucken) und sich dann erst auf die persönlich spannenden Themen zu stürzen. Grundsätzlich eine schlüssige Strategie, die allerdings auch ihre Schattenseite hat. Fred Wilson widmet der Eat-The-Frog-Strategie eine kritische Würdigung, die ich vielleicht Euch helfen kann, einzuordnen, ob diese Strategie für Euch die Richtige sein kann. Den ich bin mir sicher – sie ist nicht für den jeden der richtige Weg.

https://dzone.com/articles/eat-that-frog-a-good-time-management-strategy-or-a

Technikterror: Warum die Vielfalt an digitalen Werkzeugen nervt

Ich probiere ja gerne neue Werkzeuge aus. Nur irgendwann ging es mir tatsächlich wie Lydia Krüger. Es reicht. Ständig neue Werkzeuge, eine Vielfalt, die einen verzweifeln lässt und am Ende verzettelt man sich. Anders ausgedrückt: Weniger ist mehr. Und noch etwas: Nicht das Werkzeug bestimmt darf den Arbeitsprozess bestimmen, sondern wir die Technik (Letzteres wird zu gerne vergessen).

https://www.bueronymus.de/technikterror/

Werkzeuge zum Datein konvertieren: Ein kleiner Überblick

Die Vielfalt an digitalen Werkzeugen führt auch zu einer Vielzahl an Dateiformaten. Und schon haben wir das Problem der inkompatiblen Formate, die sich mit den eigenen Hilfsmitteln auf dem Rechner nicht ohne Weiteres öffnen lassen. Was jetzt? Hilfe muss her und hier kommt sich auch schon. In Form eines Hinweises aus dem Toolblog von Stephan List, der hat nämlich Online-Tools zusammengestellt, die uns dabei helfen können. Sehr hilfreich.

https://toolblog.de/2021/05/14/online-apps-zum-konvertieren-von-dateien/

Selbstreflexion mit Tagebuch: Ein Überblick

Selbstreflexion ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung. Ein gutes und probates Mittel hierfür ist das Führen eines Tagebuches. Dafür gibt es verschiedenste Ansätze und Varianten, die je nach Typ Mensch hilfreich sein können und unterstützen. Der Beitrag von Cosima Laube bietet einen schönen Überblick über die Selbstreflexion mit Tagebuch und ihrer Wirkung:

https://www.infoq.com/articles/journaling-leadership-action/

Erfolgtagebuch: Erfolge sichtbar machen und feiern

Das Erfolgstagebuch gehört zu den Dingen, die ich immer wieder probiert habe und immer wieder kläglich gescheitert bin. War irgendwie nicht mein Ding. Klar Erfolge soll man Feiern, aber ich mich reizen eher die Verbesserungspotenziale und die „Lücken“, die ich füllen kann. Nach der Lektüre des Artikels von Claudia Kauscheder bin ich versucht, wieder einen Versuch zu wagen. Weil mir die Idee gefällt. Aber auch hier gilt – wie übrigens bei allen Produktivitätstechniken – es muss zu einem passen. Und nicht alle funktioniert für jeden gleich gut.

https://abenteuerhomeoffice.at/2021/05/erfolgstagebuch/

Timeblocking: Ein kurzer Überblick

Der Podcast von Ivan Blatter ist immer wieder spannend. Heute hat er eine Frage aus der Praxis zum Thema Timeblocking aufgegriffen. Ich nutze Timeblocking immer in Phasen mit hoher Termindichte und empfehle auch immer wieder auch Teams in der Teamzusammenarbeit einer abgewandelt „Version“ zu nutzen (z. B. besprechungsfreie Zeitfenster, Zeitfenster für gemeinsame Projektarbeit) zu nutzen.

https://ivanblatter.com/podcast/aufgabenliste-timeblocking/

PROJEKTMANAGEMENT

Projekt oder doch kein Projekt? Das ist hier die Frage

Gefühlt ist heute alle ein Projekt. Und das ist alles andere als gut. Warum? Weil ich für ein Projekt anders vorgehen muss wie bei einer standardisierbaren und wiederholbaren „Routine“. Das Vorgehen ist unterschiedlich, das Werkzeuge kann sich unterscheiden usw. usf. Dazu mehr von Holger Zimmermann:

https://blog.projektmensch.com/2021/05/11/sorry-das-ist-kein-projekt/

LEAN

Lernen, Zuhören und Weisheit: Warum Zuhören eng mit Lernen und Weisheit verbunden ist

Eigentlich könnte ich den Artikel von Kevin Meyer in allen vier Kategorien der Links der Woche mühelos verlinken. Es geht um Lernen, Zuhören und Weisheit. Oder besser, wie diese drei Dinge zusammengehören. Der Autor bezieht sich zwar auf Lean Management, aber im Prinzip passt es auf unsere persönliche Produktivität ebenso wie im agilen Kontext oder grundsätzlich der Frage, wie gute Führung funktioniert. Sehr spannender und lesenswerter Impuls:

https://blog.gembaacademy.com/2021/05/14/on-learning-listening-and-wisdom/

Reifegradmessung: Kann man den Weg zu Lean einfach in KPIs „bemessen“?

Dass jemand in Bezug auf Lean Management auf die Idee kommt, die Frage aufzuwerfen, ob man den Stand von Lean einfach „messen“ durch standardisierte „Messkriterien“ abbilden kann, mag den einen oder anderen verwundern. Mich nicht. Den, je mehr ich mich mit Lean und seinen Wurzeln beschäftige, desto klarer wird mir, dass die Idee dahinter eben nicht nur „Standardisierung“ ist, sondern durchaus ein Verständnis von Organisation dahinterliegt, welches Organisationen als komplexes techno-soziales Gebilde versteht. Ein weitere Parallele zu Agilität 😉 Der folgende Artikel von Jeffrey Liker versucht dies herauszuarbeiten, in dem er einen Blick auf Toyota wirft.

https://www.lean.org/LeanPost/Posting.cfm?LeanPostId=1413

Lean und Grenzen: Warum Lean nicht an der Produktionsgrenze aufhört

Lean nur in der Produktion? Mit Sicherheit nicht. Lean Management mag zwar in erster Linie mit der Produktion assoziiert werden, aber wir haben – hoffentlich alle – gelernt, dass man ganzheitlich auf das Gesamtsystem schauen sollte. Zumindest ist verstehe ich Kaizen – was ich sehr stark mit Lean assoziiere – genauso. Daher versteh ich Götz Müller nur zu gut, wenn dies besonders hervorhebt: Lean endet nicht an den Produktionsgrenzen.

https://www.geemco.de/artikel/lean-endet-nicht-an-den-produktionsgrenzen/

AGILE

Erfolgsprinzipien für Scrum Master: 5 hilfreiche Prinzipien

Beinah hätte ich bei der Überschrift „Erfolgsfaktoren“ statt „Erfolgsprinzipien“ geschrieben. Beinah. Warum nicht, werden sich einige von Euch sicherlich fragen. Erfolgsfaktoren bedeutet, für mich, sind sie erfüllt, dann ist die Chance auf Erfolg extrem hoch. Bei einem komplexen Projekt tue ich mich da schwer, auch weil es schnell als „Gesetz“ fehlinterpretiert werden könnte. Dann doch lieber Erfolgsprinzipien. Das suggeriert für mich etwas mehr „Spielraum“, was ich komplexitätsgerechter halte. Vier solcher Erfolgsprinzipien hat Stefan Wolpers beschrieben. Es ist definitiv keine magische Formel, sondern in der Tat das Ergebnis von Beobachtungen, die ich nicht nur nachvollziehen kann, sondern auch mit meinen persönlichen Erfahrungen bestätigen kann.

https://www.scrum.org/resources/blog/four-scrum-master-success-principles

Scrum: 3 Impulse für den Start mit Scrum

Was sind die die drei zentralen Punkte, die man beim Start eines Scrum-Projekts beachten sollte? Auf diese Frage antwortet Ralf Kruse in seiner folgenden Podcastfolge. Für alte Hasen zwar keine Überraschung, aber Wiederholen schadet nicht und ich denke, dass wir uns – ja nicht nerve damit ein wenig – genau diese drei Fragen immer wieder stellen sollten. Den das Weshalb ist das Leitmotiv schlecht hin.

https://enablechange.de/2021/05/11/3-enabler-fuer-den-start-mit-scrum/

Kanban: Die richtige Ticketgröße

Mir fiel auf, dass Kanban in den Links der Woche in jüngerer Zeit viel zu kurz kommt. Und dies, obwohl ich ein großer Freund von Kanban bin. Und prompt wurde sticht mir ein Artikel von Anna Radzikowska ins Auge. Sogar zu einem Klassiker, den jeder kennt, der mindestens ein handvoll Kanban-Implementierungen erlebt hat. Die Diskussion um die richtige Ticketgröße. Sehr spannendes Thema, zu dem ich schon mit manchem Team interessante Diskussionen geführt habe.

https://djaa.com/kanban-evergreen-the-size-of-the-ticket/

Backlog: Wenn der Backlog überläuft …

Übervolle Product Backlogs dürften sicherlich einige von Euch bekannt vor kommen. Zumindest sind sie mir der Praxis so häufig begegnet, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass der eine oder andere von Euch das Drama nicht kennt. Bei den meisten Teams, bei denen ich das Erleben durfte, wurden einfach neue Tickets hinzugefügt und Altlasten nie rausgeworfen. Könnte man ja irgendwann doch noch irgendwann mal wieder aufgreifen, auch wenn die Prio irgendwo auf Rang 9999 liegt. Was hat der böse Thomas gemacht? Er hat erst mal den PO und das Scrum-Team gezwungen, den Product Backlog zu entrümpeln. Da gibt es einige sehr gute Methoden dazu. Sovielmal als Teaser. Etwas ausführlicher beleuchtet das Thema der Podcast der Produktwerker:

https://produktwerker.de/product-backlog-voll/

Product Owner: Mythen entzaubern

Es gibt so viele Mythen in der Arbeitswelt. Auch in der agilen. Und die halten sich hartnäckig. Ich bin da ja auch schon drauf reingefallen. Von daher finde ich Blogartikel, die solchen Mythen auf den Zahn fühlen, extrem spannend. Einen solchen habe ich dieser Tage bei Roman Pichler im Blog entdeckt. Er versucht Mythen rund um die Rollen des Product Owners zu entzaubern. Alle fünf, die er da benennt, habe ich live und in Farbe auch schon mehr als einmal zu hören bekommen. Es war teilweise sogar ein richtig hartes Stück Arbeit, diese dann auch aufzulösen. Gerade beim Wechsel von klassischen auf agile Arbeitsweisen greifen diese Mythen besonders gern.

https://www.romanpichler.com/blog/five-product-owner-myths-busted/

Agiler Werkvertrag: Erste Orientierung zur Vertragsgestaltung

Ich gebe zu – Verträge sind nicht mein Lieblingsmetier. Das überlasse gerne auch mal jemanden, von dem ich weiß, es liegt ihm oder ihr mehr als mir. Aber man kommt halt nicht immer drum herum. Daher sollte man zumindest ein Grundverständnis haben. Als Einstieg und erste Orientierung bieten sich dann auch mal Artikeln an, die nicht vor juristischer Expertise strotzen und für Laien als erste Orientierung kaum lesbar sind. Ein solcher ist der Beitrag von Felix Stein, der zum agilen Werkvertrag ein paar Dinge ausführt.

https://www.lean-agility.de/2021/05/agiler-werkvertrag.html

Wenn da Scrum-Team über das Ziel hinausschießt …

Man sollte meinen, der Auftraggeber freut sich, wenn er mehr bekommt als vereinbart, denkt Ihr vielleicht. So einfach ist es nicht. Den da hängen ja auch Ressourcen dran. Und genau diese Frage behandelt Stefan Wolpers als Anti-Pattern eines Scrum-Teams. Im Fokus steht die Frage, warum ein Team besser nicht eine User Story vergolden und platinieren sollte, auch wenn die Euphorie groß ist und man glaubt, etwas Gutes damit zu tun:

https://www.scrum.org/resources/blog/gold-plating-beyond-done-making-your-scrum-work-7

Linktipp für Comic-Fans: Comis rund um die Agilität

Ich habe sie schon länger auf dem Schirm, die „Comic Agilé“ von Mikkel Noe-Nygaard und Luxshan Ratnaravi. Wenn Ihr Mal etwas Augenzwinkerndes sucht, seid Ihr genau hier richtig. Mit Ihren Comic-Strips können sie helfen, das eine oder andere Problem im agilen Alltag mit einem Augenzwinkern anzusprechen.

https://www.comicagile.net

Veranstaltungshinweis 1: Scrum im Gesundheitswesen

Über Jan Fischbach (Teamworkblog) habe ich erfahren, dass es am 22.06. eine Websession über Scrum im Gesundheitswesen über Scrum Events geplant ist. Ich kenne Jan schon eine Weile und schätze ihn sehr. Daher gehe ich davon aus, dass es Hand und Fuß hat. Das Thema finde ich auch spannend, wenn ich mir Scrum im Alltag – also außerhalb der Projektarbeit – im Gesundheitswesen schwer vorstellen kann und eher auf Kanban setzen würde. Natürlich gibt es auch im Gesundheitswesen Projekte und die sind – naturgemäß, da Menschen im Spiel sind – komplex. Scrum bietet sich also auch hier an. Meine Neugier ist geweckt. Die Diskussion funktioniert aber nur dann, wenn auch Menschen aus dem Gesundheitswesen mit dabei sind. Die Websession ist kostenfrei. Anmeldung über XING. Also bitte fleißig weiter sagen. Danke!

https://www.teamworkblog.de/2021/05/scrum-in-healthcare.html

Veranstaltungshinweis 2: 150 Jahre Scrum: Wie sind die Ideen entstanden, die Lean, Scrum und Agile prägen?

Und noch mal ein Veranstaltungshinweis. Ich besuche regelmäßig auch Lean Stammtische. Darunter auch den Mannheimer von Ralf Volkmer. Und wie es der Zufall wollte, wurde eine Anregung von mir aufgegriffen, Lean und Agile aus der historischen Brille aufzugreifen. Da ich wusste, dass Jan Fischbach viel zur Historie der Scrum-Vorläufer recherchiert hat, habe ich den Kontakt vermittel und jetzt ist es soweit. Jan wird am 22. Juli am Lean Stammtisch in Mannheim einen Impulsvortrag mit dem Titel „150 Jahre Scrum: Wie sind die Ideen entstanden, die Lean, Scrum und Agile prägen?“ halten. Mehr Infos:

https://leanbase.de/stammtisch/mannheim/termin/129

Ganzheitliches Denken und Agilität

An Kaizen begeistert mich die ganzheitliche Betrachtungsweise und schaue ich mir die 12 agilen Prinzipien näher an, finde ich dort sehr viel der Ideen aus Kaizen wieder, die durch diese unterstützt werden. Der Fokus auf Zusammenarbeit und die kurzen Feedbackschleifen sind es vor allem, die den Gedanken der ganzheitlichen Betrachtung verstärken. Und dieses ganzheitliche Denken ist es, was für mich die Stärke der Agilität (in Kombination mit Kaizen) ausmacht. Das ist zwar etwas anders argumentiert, wie Marcus Raitner es tut. Zumindest auf den ersten Blick. Aber die Grundidee ist dieselbe.

https://fuehrung-erfahren.de/2021/05/das-ganze-und-seine-teile/?pk_campaign=feed&pk_kwd=das-ganze-und-seine-teile

MANAGEMENT UND LEADERSHIP

Zuhören: Zuhören als Kernkompetenz guter Führung

Richtig zuhören können, ist eine Kernkompetenz guter Führung. Auf allen Ebenen. Wer genau hinhört, erfährt, wo die Probleme wirklich liegen, welche Ideen es bereits gibt und er/sie fördert damit das Engagement der Kolleg:innen ohne großen Aufwand. Was banal klingt, fällt doch so vielen in der Praxis extrem schwer. Mehr von Tim McMahon.

http://www.aleanjourney.com/2021/05/listening-is-key-to-employee-engagement.html

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