#LINKSDERWOCHE | 16/2021: Produktivität, Projektmanagement, Agile, Lean, Management und Leadership

PRODUKTIVIÄT

Besprechungen: Wie man ein effektive Besprechung führt

Das Problem ist nicht die Besprechung selbst, sondern in aller Regel die Frage, wann wir das Format Besprechung wählen und die Art und Weise, wie wir Besprechungen führen. Nicht für jeden Kommunikationsanlass – auch Remote – ist ein Termin erforderlich. Und wenn doch, sollten wir ein paar Dinge beachten, damit diese auch tatsächlich – die meiste Zeit – zielführend und effektiv sind. Eine schönen Ansatz hierzu habe ich dieser Tage im Blog der Corporate Rebels entdeckt, die sich wiederum bei buurtz.org – ein Pflegeunternehmen in den Niederlanden, welche für seine extrem flache Hierarchie und seinen hohen Selbstorganisationsgrad bekannt ist – Inspiration geholt haben. Der Ansatz ist eigentlich einfach, aber hochgradig effektiv. Was soll ich sagen, ich bin begeistert 😉

https://corporate-rebels.com/effective-meetings

Heraufordernde Aufgaben: Wie man erfolgreich mit Aufgaben beginnt, die herausfordernd sind

Herausfordernde Aufgaben scheinen gute verbündende des inneren Schweinehunds zu sein. Zumindest freut er sich immer ganz besonders, wenn ich vor solch einer stehe. Er hat nämlich herausbekommen, dass wer mich da ganz schön ausbremsen kann. Aber da ich den Pappenheimer mittlerweile gut kenne, weiß ich auch, wie ich ihn austricksen kann. Ich greife dabei auf ähnliche Idee zurück, wie sie auch von Leo Babauta vorgeschlagen werden. Und ich kann Euch versichern, es funktioniert.

https://zenhabits.net/starting-task/

Eigenmotviation: Wie man Erfüllung findet, wenn die Arbeit frustriert

Es wäre schön, wenn wir nur Dinge machen müssten, die uns Freude machen. Leider ist dem nicht so. Und frustrierende Aufgaben gehören leider auch dazu. Ich glaube, da kann jeder von uns ein Lied von singen. Insbesondere die Sisyphus-Aufgaben können einen regelrecht in die Frustration treiben. Zwar bezieht sich Dan Rockwell in seinem Blog auf Leadership, was er da in seinem Beitrag allerdings beschreibt, gilt nicht nur für Menschen mit Führungsaufgaben und passt hervorragend zur genannten Herausforderung, in frustrierenden Aufgaben dennoch „Sinn“ und „Erfüllung“ zu finden:

https://leadershipfreak.blog/2021/04/15/how-to-find-fulfillment-when-work-is-frustrating/

WordPress: Die Magie der Blöcke

Ich muss sagen, dass ich mit dem neuen Editor von WordPress lange gehadert habe. Liegt wohl daran, dass ich doch mehr Gewohnheitstier bin, als ich mir selbst zugestehen will. Langsam werden ich mit ihm warm und bei der Lektüre von Annette Schwindts Blog ist mir mehrfach klar geworden, dass ich das Potenzial noch nicht wirklich durchdrungen habe. Der Blogartikel, den sie als Gesprächsdialog mit Peter Müller aufgesetzt hat, hat mir dies noch einmal deutlich vor Augen geführt.

https://www.annetteschwindt.de/2021/04/12/wordpress-bloecke-bloggespraech-peter-mueller/

Werkzeuge: Mit dem Grundsatz der Einfachheit und der Minimalisierung weniger verzetteln

Werkzeuge, Werkzeuge und noch mehr Werkzeuge. Die Auswahl ist so riesig und ständig kommen Neue dazu. Früher hatte ich das Bedürfnis, jeden Mist gleich auszuprobieren. Nur am Ende … na ja, reden wir nicht drüber. Zwischenzeitlich versuche ich die digitale „Werkzeugkiste“ so einfach zu halten wie nur möglich. Funktioniert leider in der Praxis nicht immer so, wie es soll. Wie da bessr werden? Ganz einfach: so wenig Werkzeuge und so einfache Werkzeuge wie nur möglich benutzen. So ähnlich argumentiert Ivan Blatter in seinem Podcast

https://ivanblatter.com/podcast/magie-der-1/

PROJEKTMANAGMENT

Lessons Learned: Das SYLLK-Modell

Organisatorisches Lernen in Projekten und darüber hinaus ermöglichen, soll durch sogenanntes Lessons Learned sichergestellt werden. In klassischen Projekten erfolgt dies in aller Regel erst am Ende des Projekts. Nach meiner Erfahrung aber damit für die meisten Projekte zu spät. Ich würde allerdings unabhängig von Denkschule – egal ob agil oder klassisch – am Ende jedes Projekts ein ausführliches, abschließendes Lessons Learned empfehlen, dass den Wissenstransfer in die Gesamtorganisation sichert, empfehlen. Im Blog von Andrea Windolph habe ich das SYLLK-Modell als Orientierung zur Implementierung von Lessons Learned entdeckt, dass ich vorher noch nicht kannte. Hört sich interessant und hilfreich an.

https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/pm-methoden-erklaert/syllk-modell-lessons-learned/

AGILE

Metriken 1: Verbessern und Weiterentwickeln der Teammetriken

Metriken sind Indikatoren und damit Hilfsmittel. Sie sollen helfen, Fortschritte sichtbar zu machen und dabei zu unterstützen, mögliche Verbesserungs- und Entwicklungsbedarf zu identifizieren. Deswegen halt ich es für wichtig, dass ein Team auch regelmäßig reflektiert, ob die Metriken, die verwendet werden, tatsächlich im genannten Sinne zielführend sind. Gefühlt findet dies jedoch in den wenigsten Teams wirklich statt. Deshalb finde ich die Idee von Barry Overeem extrem spannend, weil er genau dies in seinem Blogbeitrag anregt. Dabei liefert er fast schon ein komplettes Workshopformat mit, mit dem Ihr arbeiten könnt.

https://www.scrum.org/resources/blog/improve-how-your-scrum-team-uses-metrics

Metriken 2: Die richtigen KPIs für die Produktentwickung finden

Eigentlich trifft es die Überschrift schon vollständig. Roman Pichler – ein ausgesprochener Experte für die agile Produktentwicklung – gibt in seinem Blogbeitrag wertvolle Hinweise zum Thema KPIs in der Produktentwicklung. Wie bereits schon weiter oben erwähnt, sollte man Metriken regelmäßig reflektieren. Was er noch mit gibt: Weniger ist mehr und koppelt Metriken mit Euren Produktzielen.

https://www.romanpichler.com/blog/how-to-choose-the-right-kpis-for-your-product/

Weitverbreitete „Denkfehler“ von Scrum Master*innen: Dogmatismus, Metrikenfetisch und Groudhog Day

Niemand ist perfekt. Auch die besten Scrum Master*innen nicht. Wir lernen ständig dazu. Oder wie mal ein kluger Mensch zu mir gesagt hat: „Lebendige Menschen lernen jeden Tag etwas Neues. Bis der Sargdeckel zu ist.“ Und ein Professor von mir sagte mal: „Wenn ich als Student gewußt hätte, was ich heute weiß – ich hätte den Nobelpreis.“ Beide Sätze haben sich schon vor fast zwei Jahrzenten tief in mein Gedächtnis eingegraben. Eines der Hindernisse auf diese Reise, so habe ich schon damals gelernt, ist Dogmatismus. Ein weiteres Hindernis unkritische „Zahlenfixierung“. Beides aber sind – auch diese habe ich gelernt, typsiche Marotten, die wir Menschen entwickeln, wenn wir uns nicht regelmäßig zur Reflexion zwingen. Und beide tauchen bei Stefan Wolpers auf. Hinzu kommt noch dann noch „ewig grüßt das Murmeltier“. Alles drei alte Bekannte. Auch für Scrum Master. Mehr dazu:

https://www.scrum.org/resources/blog/3-wide-spread-scrum-master-failures-531-minutes

Agile Product Roadmap: Ein Überblick zu hören

Auch agile Projekte brauchen über längere Zeit eine grobe Planung. Diese findet meist auf „Featureebene“ statt. Das Mittel hierfür die sogenannte (Product) Roadmap, die häufig falsch verstanden wird. Sie ist eine Orientierungshilfe im Sinne eines groben Etappenplans, der Orientierung bieten soll. Die aktuelle Podcastfolge der Produktwerker beschäftigt sich mit der Roadmap und gibt einen guten Überblick.

https://produktwerker.de/agile-product-roadmaps/

Werkzeuge: 3 essentielle Tipps

Wenn ich so in den letzten Monaten manche Diskussion Revue passieren lasse, habe ich einige Teams erlebt, die sich mehr mit Werkzeugen als mit Ergebnissen beschäftigt haben. Diese Teams haben die drei Regeln nicht beherzigt, die Stephanie Ockerman mitgibt: Einfach halten; Perfektion zugunsten Transparenz bei Seite schieben und nicht das Werkzeug den Prozess bestimmen lassen. In allen drei Punkten voll Zustimmung von mir. Mehr dazu:

https://www.scrum.org/resources/blog/3-tips-tools-scrum

Kanban: Abhängigkeiten managen

Abhängigkeiten steuern, dafür kennt man im Kanbanumfeld viele Wege. Der folgende Beitrag zählt rund 20 mögliche Praktiken. Die meisten davon sind ziemlich einfach. Ein schöner, knackiger Überblick, der als Insipiation dienen kann:

https://djaa.com/what-is-dependency-management-in-kanban/

LEAN

Coaching Kata: Der Coaching-Circle ist keine „beurteilungsfreie“ Zone

Die Idee hinter der Coaching Kata, so habe ich es verstanden, ist das Trainieren des „Kaizen“-Muskels durch ständiges Üben der Coaching Kata. Bis es in Fleisch und Blut übergeht. Dafür gibt den Coach als Unterstützung. Macht Sinn. Das bedeutet aber auch, dass wir ständig Rückmeldung bekommen. Das ist ja auch Sinn eines Coaches. Aber einfach mit der Axt wüten ist kein gutes Coaching. Auf was – nicht nur in Bezug auch die Coaching Kata – wichtig ist, das steht im Fokus des Artikels von Jon Miller. Ein(e) gute(r) Coach*in weiß um verschiedene Mechanismen, hält sich bei der Lösung zurück und unterstütz und fordert im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Und er/sie nimmt sich auch mal zurück, lässt die Coachees selbst probieren. Mehr dazu:

https://blog.gembaacademy.com/2021/04/12/the-coaching-cycle-is-not-a-judgement-free-zone/

Beständigkeit des Zwecks herstellen: Sicherstellen, dass Zweck im Bewußtsein der Organisation bleibt

Es klingt eigentlich einfach: Konstanz des Zwecks herstellen. Also die durchgängige Orientierung an einem übergeordneten Ziel und Zweck sicherstellen. Die Wahrheit ist, es ist alles andere als einfach. Dazu muss ich (noch) nicht den Beitrag von James P. Womack lesen. Das fällt mir immer wieder auf. Gerade bei Veränderungsprozessen in Organisationen, aber auch im organisatorischen Alltag. Man vergisst es einfach, warum man bestimmte Dinge tut, weil man fokussiert ist auf das was man tut, um eben den Alltag zu bewältigen. Deswegen braucht es – nach meiner Meinung – auch immer wieder eine Refokussierung auf das Ziel, den Zweck. Spannend finde die Ideen, die der Autor mitgibt, um eben diese Refokussierung sicherzustellen:

https://www.lean.org/LeanPost/Posting.cfm?LeanPostId=1399

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Komfortzonenstörung: Führung als bewusster Störfaktor

Was mich in vielen Rathäusern stört, ist das dort viel zu viele „Finanzbeamte“ in den Chefsesseln sitzen. Das Stadtoberhaupt muss dafür begeistern, dass Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Analog dazu sehe ich auch Führung in Unternehmen. Führung hat für mich zwei Aufgaben: Erstens Rahmen schaffen, damit sich das Potenzial entfalten kann und zweitens die herauszufordern, damit sich die Organisation weiterentwickeln kann. Beides gehört für mich zusammen. Markus Raitner nennt es die Komfortzone stören.

https://fuehrung-erfahren.de/2021/04/stoerung-der-komfortzone/

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