#LINKSDERWOCHE | 2/2021: Produktivität, Agile, Leadership und Management

Neue Gewohnheiten: Mit Habit Stacking neue Gewohnheiten einführen

Frisch zum Jahresbeginn taucht bei den meisten von uns sicherlich das Thema Gewohnheiten auf. Wir haben so einige. Positive wie negative. Einige wollen wir loswerden, andere antrainieren. Ich gebe zu, dieses Thema ist ein Dauerbrenner bei mir. Und leider keines, bei dem ich sagen kann, dass ich überwiegend erfolgreich bin. Manchmal gelingt es manchmal eben nicht. Schaue ich mir an, wann und wo ich erfolgreich war, fällt mir auf, dass ich dabei viele gemacht habe, was Christopher Henke unter Habit Stacking vorstellt, gemacht habe. Offenbar ist was dran. Und weil dem so ist und ich mir sicher bin, der eine oder andere unter Euch ist auch an dem Thema dran, eine klare Leseempfehlung.

https://vitaminp.info/neue-gewohnheit-etablieren-mit-habit-stacking/

Wochenplanung: Chonodex Weekly Planner mit Vorlagendownload

Ich bin – eher zufällig – auf einen Planer gestoßen, den ich optisch sehr spannend finde. Den Chronodex Weekly Planner. Dabei plant Ihr quasi auf Basis einer grafischen Einteilung Eures Tages in einem „Uhrenmodell“. Sicherlich nicht für jeden geeignet, aber mich reizt es, die Idee auszuprobieren. Eine Vorlage für das erste 1. Halbjahr 2021 in englischer Sprache findet ihr über den folgenden Link zum Blog von Patrick Ng, der die Vorlage zur Verfügung stellt. Ich bin zwar kein Freund einer starren Terminplanung, aber um den Überblick zu behalten, braucht es schon eine gewisse Terminübersicht. Die klassischen tabellarischen oder listenorientierten Ansätze haben mich bisher nicht überzeugt. Da ich meine Tagesplanung im Kanbanboard mache und dabei auch Termine einfließen, könnte es eventuell für meine Wochenplanung eine sinnvolle Ergänzung sein. Mal sehen …

https://scription.typepad.com/blog/2020/12/chronodex-weekly-planner-jan-jun-2021-released.html

Reflektieren: Reflexion als Schlüssel zur Weiterentwicklung

Regelmäßiges reflektieren – ob im Team oder als Individuum ist der Schlüssel für die kontinuierliche Weiterentwicklung. Das kann ich nicht oft genug wiederholen. Tim McMahon stellt im Folgenden ein paar Anregungen vor, wie Ihr – vergleichsweise einfach – dieses regelmäßige Reflektieren unterstützen könnt. Kein Hexenwerk, aber äußerst effektiv und effizient.

http://www.aleanjourney.com/2021/01/goal-setting-and-reflection.html

Getting Results: Schnell Start für Neueinsteiger

Getting Results ist ein Ansatz J.D. Meier für sich entwickelt hat und der Gegenstand eines gleichnamigen Buchs und Blogs ist. Das Buch habe ich irgendwann tatsächlich gelesen. Es enthält viele sehr gute Tipps, ist allerdings was den Schreibstil betrifft, recht zäh. Dennoch, es kann sich lohnen, es von Anfang bis Ende zu lesen. Wem das zu viel ist – es gibt ja noch den Blog und der ist ebenfalls gut gefüllt mit Tipps und Tricks (aus dem Buch). Und dort findet Ihr sogar einen Schnelleinstieg als Quintessenz. Was mir sehr gut gefällt: Er fokussiert sehr stark auf die „Ergebnisse“, die man anstrebt und kombiniert diese auch noch mit einem ausgeprägten WiP-Limit, um fokussiert am Ball zu bleiben. Neugierig geworden? Einfach dem Link folgen:

https://gettingresults.com/quick-start/

Neustart: Jeder Tag ist eine neue Chance

Ich weiß nicht, bei wem ich es aufgeschnappt habe (ich bilde mir ein, es bei Jim Benson gelesen zu haben), jeder Tag ist ein Neustart. Hat es gestern nicht geklappt, wie es hätte sollen? Kein Problem. Heute versuchen wir es besser zu machen. Plant den Tag neu entscheiden neu was zu tun ist. Jeder Tag ist eine neue Chance. Ähnlich argumentiert Leo Babauta in seinem Blogartikel. Jeder Tag beginnt mit einem Neustart:

https://zenhabits.net/fresh/

Jobunzufriedenheit: Was sagt sie uns und was können wir tun?

Im Job die (alleinige) Erfüllung zu finden zu wollen, davon rate ich (dringend) ab. Man tut sich leichter, wenn man mit dem, was man beruflich tut, identifiziert. Allerdings kann dies im Extremfall sehr ungesund werden und zur „Selbstaufgabe“ führen. Ein gesundes Maß an Distanz ist – nicht nur deshalb – gesund. Aber auch das andere Extrem, Unzufriedenheit mit dem Beruf ist nicht wirklich gut. Im Gegenteil. Die Unzufriedenheit im Job kann viel Ursachen haben, einige davon lassen sich vielleicht beheben. Andere leider nicht. Schnellschüsse sind in dieser Situation nicht zielführend. Genau hinschauen und verstehen ist daher wichtig. Ähnlich empfiehlt es auch Leo Faltin. Wenn man dann doch zu dem Ergebnis kommt, es lässt sich nicht auflösen, kann man immer noch wechseln.

https://meincoach.at/job-unzufriedenheit/

SMART: Die SMART-Formel und Ihr Geschwister

Ziele werden gerne mithilfe des Akronyms SMART definiert. Weniger bekannt dürfte sein, dass es auch einige Varianten zur beliebten Formel gibt, die Andrea Windolph in Form eines Podcasts vorstellt. Wenn Ihr Freunde des geschriebenen Worts seid – es gibt dazu ein paar Verlinkungen zu den Inhalten, die dann nachlesen könnt.

https://projekte-leicht-gemacht.de/podcast/plg-076/

Agile

Zieldefintion: SMART ist nicht immer smart

SMART ist ein Akronym, das sich im Kontext der Zieldefinition durchgesetzt hat und auch im agilen Kontext Anwendung findet, wenn es um die Formulierung von Zielen geht. Smarte Ziele sind durchaus sinnvoll, aber leider nicht immer. Daher lautet mein Rat, nicht unreflektiert und nach Blaupause auf SMART zu setzten, sondern immer auch selbstkritisch zu hinterfragen, ob ihr bewusst eine Abweichung in Kauf nehmt. Gerade in einem komplexen Kontext gibt es Situationen, in denen diese angebracht ist, wie der Beitrag von Kurt Bittner aufzeigt:

https://www.scrum.org/resources/blog/when-are-smart-goals-not-so-smart

Purpos Driven Organization: Über das gemeinsame Weshalb einer Organisation

Ich bin beim Purpose-Ansatz etwas kritisch-sensible, zumindest oberhalb der Teamebene. Und doch gehöre zu denen, die zu Beginn jedes Projekts die Frage nach dem Weshalb aufwerfen. Gerade in großen Gruppen jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass die Interessenslagen sehr unterschiedlich sind und nuanciert sind. Auch wenn sie sich überschneiden und über die Schnittmenge ein gemeinsames Weshalb entstehen kann, braucht es den Spielraum, die Pluralität der Interessen und die Vielfalt zu würdigen. Auch aus Gründen der „Machtbalance“ und Stärkung der Innovations- und Kritikfähigkeit der Gesamtorganisation. Ein gemeinsames Verständnis über das Weshalb finde ich hervorragend, wenn es Spielraum lässt, wenn es nicht zum „Diktat“ ausartet. Ein Blick in die Pluralismustheorie der Soziologie/Politikwissenschaft kann in diesem Zusammenhang wertvolle Impulse liefern. Die richtige Mischung macht es wie so oft. Diesen Hinweis vermisse ich leider im folgenden Artikel von Lars Richter, den ich Euch ansonsten uneingeschränkt empfehlen kann:

https://flowwork.rocks/business-model-pattern-purpose-driven-organizations/

Agilität aus „falschen“ Gründen: Warum es auch darauf ankommt, aus dem „richtigen“ Antrieb zu agilisieren

Die Frage nach dem Weshalb ist nicht nur im Sinne der Sinnstiftung relevant, sondern spielt auch eine Rolle, wenn es um die Frage geht, wie man an ein Thema herangeht. Es geht dabei um die Frage, was möchte ich weshalb erreichen. Die Antwort auf die Frage erleichtert auch die Umsetzung und sollte nicht unterschätzt werden. Kein Projekt geht bei mir an den Start, wenn wir diese Frage nicht geklärt haben. Wenn nicht, rappelt es im Projekt sehr schnell und sehr heftig. Das muss nicht sein. Und dies gilt auch, wenn wir uns auf den Weg machen, Agilität einzuführen. Es spielt durchaus eine Rolle, aus welchen Gründen wir es tun. Geht es dabei nur um Effizienzgewinne, verfallen die Beteiligten sehr schnell in Muster, die Agilität ab absurdem führen. Daher schaut Euch den Gastpost Julie Chickering im Blog von Mike Cohn näher an, der die Frage nach dem Gründen für mehr Agilität in einer Organisation aufwirft:

https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/what-happens-when-you-use-agile-for-the-wrong-reasons

Fokussiert bleiben: 16 Tipps, um auf der Entdeckungsreise im agilen Land fokussiert zu bleiben

Ein Wermutstropfen im Artikel von Derk-Jan de Grood bleibt. Er bezieht sich in seinem ersten Tipp ausschließlich auf Scrum. Das stört mich insofern hier die Gefahr einer Gleichsetzung von Scrum mit Agilität besteht. Das gefällt mir persönlich nicht. Ansonsten kann ich seinen Tipps folgen. Wenn ein Team eine Organisation beginnt, sich auf die Reise durch Agilität zu begeben, ist es wichtig, fokussiert zu bleiben. Veränderungsprozesse sind kein leichtes Unterfangen. Kräfte und Ressourcen zielgerichtet einzusetzen ist dabei die beste Strategie. Mehr dazu:

https://www.agilealliance.org/16-tips-to-keep-focused-on-an-agile-journey/

Agile Trainings: Eine kritische Reflexion

Ihr kennt es bestimmt. Man schickt eine(n) Kolleg(en/in) zur Schulung mit Scrum Master-Zertifizierung und meint dann, die Ausbildung wäre damit abgeschlossen. Ähnlich ist es fast mit jedem anderen Schulungsthema. Leider geht die Rechnung aus guten Gründen nicht auf. Daher möchte ich Euch die deutsche Übersetzung eines Beitrags von Bob Emiliani hinweisen, der zwar für den Lean-Kontext geschrieben wurde, aber genau den Nagel auch im agilen Umfeld auf den Kopf trifft:

https://www.teamworkblog.de/2021/01/das-desater-von-lean-oder-agilen.html

Management und Leadership

Ideen zur Organisationsgestaltung

Schaut man sich die Diskussion zum Thema Gestaltung der Organisation an, könnte man fast meinen, es ging um ideologische Pole, die sich gegenseitig vollständig ausschließen. Das ärgert mich immer wieder, den Organisation sind komplex. Entsprechend ist ihre Ausgestaltung komplex. Es gibt kein schwarz-weiß. Es gibt viele Abstufungen und Nuancierungen. Hendrik Epe hat sich die Mühe gemacht, diese „Abstufungen“ einzuordnen und zu clustern. Und – was ich sehr schön finde – nicht in die üblichen Muster von da die böse Hierarchie vs gute Netzwerkstruktur zu verfallen. Ganz im Sinne einer organisatorischen Beidhändigkeit braucht es beide Pole – für Stabilität und Agilität mit den verschiedenen Zwischenstufen.

https://www.ideequadrat.org/gestaltung-lebendiger-organisationsstrukturen/

Notwendigkeit des Regelbruchs: Wie „Regelfixierung“ zur Toilettenpapierkrise führte

Der reale Irrsinn in Organisation toppt gelegentlich jede Satire. Ein solches Beispiel habe ich im Blog von Felix Stein entdeckt. Und nein, es ist nicht aus einer Behörde. Zusammengefasst: Wir haben eine Regel, die keine Ausnahme kennt. Leider haben wir eine Ausnahmesituation, die sich wenig um die Regel schert. Statt in diesem Falle die Regel zu brechen, was der gesunde Menschenverstand nahe legen würde, fühlt sich – ganz im Sinne der organisierten Unverantwortlichkeit – niemand verantwortlich, die Entscheidung zu treffen. Mit enormen Folgen. Und dies bei etwas ganz profanem und banalen wie Toilettenpapier. Satire? Nein. Leider.

https://www.lean-agility.de/2021/01/und-sie-schrien-nach-klopapier.html

Führen durch Fragen: Wer fragt der führt …

Vor ein paar Jahren stand ein Kollegin bei mir im Büro. Sie hätte ein Problem und wüsste nicht weiter, ob ich ihr vielleicht helfen könnte. Kein Problem. Ich habe mir schildern lassen, was das Problem sein. Dann habe ich einfach nur Fragen gestellt. Fragen, wie was könnten die Ursachen sein, was für Ideen sie hat, welche der Ideen sie präferieren würde und warum. Und siehe da, sie hatte die Lösung bereits. Sie wusste es nur noch nicht. Und genauso funktioniert, vereinfacht ausgedrückt, Führung mit Fragen. Marcus Raitner erklärt es natürlich noch etwas ausführlicher, aber ich will ja nicht vorgreifen:

https://fuehrung-erfahren.de/2021/01/die-kunst-des-fragens/

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