#LINKSDERWOCHE | 34/2020: Produktivität, Agile, Management und Leadership

PRODUKTIVITÄT

Methapern: Mit Methaphern Wissen transferieren

Mir wurde mal gesagt, ich hätte eine sehr bildreiche Sprache (auf der Tonspur). Ob dem so ist, nun ja, ich habe vorher nie darauf geachtet, aber ich nutze schon sehr gerne Metaphern. Es gibt Menschen, die sind darin allerdings deutlich besser als ich. Metaphern sind ein tolles Hilfsmittel, um Sachverhalte besser zu transportieren. Und genau darum dreht sich die kleine Artikelserie von Annette Hexelschneider. Ein Zweiteiler, erschienen auf Linkedin:

https://www.linkedin.com/pulse/transferstarke-metaphern-ein-visuelles-teil-1-hexelschneider/

https://www.linkedin.com/pulse/transferstarke-metaphern-ein-visuelles-teil-2-hexelschneider/

Mentale Modelle, kognitive Verzerrungen und Denkfehler: Eine Sammlung

Mentale Modell beeinflussen unserer Denk- und Handelsweise enorm. Sie können zu kognitiven Verzerrungen führen, die wiederum zu Fehlschlüssen und damit zu Fehlhandlungen verleiten. Niemand ist frei davon. Aber kennt man sie, fällt es doch erheblich leichter, bei der Reflexion eben jene zu identifizieren und ggf. gegenzusteuern. Daher möchte ich Euch ein Fundstück von Stephan List nicht vorenthalten. Er hat nämlich eine Webseite entdeckt, die verschiedene mentale Modelle vorstellt.

https://toolblog.de/2020/08/12/die-sammlung-mentaler-modelle/

Warum weniger mehr ist: Einfach nur da sitzen und nichts tun

Einfach nur dasitzen und nichts tun … was für ein Traum. Bitte, was? Ja, einfach nur dasitzen. Nichts tun. Zur Ruhe kommen und sich sogar langweilen. Das ist etwas, was wir fast alle (beinah) verlernt haben. Und doch ist es etwas ganz Wichtiges, fast schon Essenzielles. Hört leider die Unterhaltungsbranche nur ungern, den dann würden wir ja keine Inhalte mehr konsumieren. Und doch, so ein paar Tage eben nicht permanent von Facebook, Netflix und Spotify bespaßt zu werden, wäre schon eine feine Sache. Mehr zum Thema von Marcus Raitner.

https://fuehrung-erfahren.de/2020/08/einfach-nur-hier-sitzen/

Wider die Selbstverständlichkeit: Den nichts ist selbstverständlich

Und wieder ist mir jemand bei einem Thema zuvorgekommen und war schneller 😉 Falk Golinsky hat in einem Blogartikel ein Thema aufgegriffen, dass mich ebenfalls immer wieder beschäftigt: Selbstverständlichkeit. Oder besser ausgedrückt, wenn wir den Fehler machen, Dinge als selbstverständlich anzusehen. Und doch halten wir es für selbstverständlich. Hinterfragen es kaum. Und eines Tages explodiert die Bombe. Oder mit den Worten von Falk: Es ist Sand im Getriebe. Und irgendwann soviel, dass das Getriebe schaden nimmt und kaputt geht. Und dieser Sand im Getriebe ist die Selbstverständlichkeit. Und sie hat sehr viele Facetten, Facetten, die Falk leider nicht aller in seinem doch sehr ausführlichen Impuls erfassen kann. Jetzt heißt es, an die Nase fassen. Was nehmt Ihr selbstverständlich?

https://golinsky.de/selbstverstaendlichkeiten-der-sand-im-getriebe/

AGILE

Risikomanagement: Wie in Scrum das Thema Risikomanagement angegangen wird

Im klassischen Projektmanagement ist das Risikomanagement fast schon eine eigene Wissenschaft für sich. Und das ist richtig so. Gutes Risikomanagement ist ein Muss. Dafür gibt es entsprechende Werkzeuge, die als „Frühwarnsytem“ fungieren. Wirft man einen „oberflächlichen“ Blick auf Scrum (oder andere agile Ansätze), könnte man beinah auf die Idee kommen, dort gäbe es kein Risikomanagement. Das ist allerdings ein Trugschluss. Es ist schlicht und ergreifend Teil des iterativ-inkrementellen Prozesses, der die agilen Ansätze auszeichnet. Es ist integrierter Bestandteil jeder Iteration. Dadurch kann bereits sehr früh auf „Risiken“ reagiert werden. Und darin sehe ich eine der großen Stärken von Scrum bei ergebnisoffenen Projekten. Mehr dazu im Blogartikel von Magdalena Firlit:

https://www.scrum.org/resources/blog/managing-risk-scrum

Scrumban: Scrum mit Kanban kombiniert

Scrum und Kanban schließen sich nicht aus. Es gibt sogar einige parallele und artverwandte Aspekte und gelegentlich könnte man auch meinen, dass sich die praktische Anwendung beider Ansätze sogar gegenseitig befruchtet. Es liegt da natürlich nahe, dass sich der eine oder andere Gedanken gemacht hat, wie man beide Ansätze sogar kombinieren kann. Und siehe da – heraus gekommen ist Scrumban. Eine Kombination beider Frameworks, die je nach Kontext sinnvoll dazu beiträgt Ergebnisse im Projekt zu verbessern. Für einen ersten Einblick bietet der Artikel von Fred Wilson, dessen Credo Scrumban zu einer „Wunderwaffe“ zu stilisieren, stört mich allerdings. Auch bei aller Begeisterung für Scrum, Kanban und Scrumban – ein „Werkzeug für alle Lebenslangen“ gibt es nicht 😉

https://dzone.com/articles/scrumban-guide-for-agile-project-managers

Agile Mythen: Agilisten planen nicht und machen keine Terminzusagen

Rund um Agilität ranken sich – auch dies ein Phänomen aller erfolgreicher Ideen – die „schrägsten“ Mythen. In Sachen Agilität wird agil oft mit flexibel gleichgesetzt, was eben nicht gemeint ist. Sonst würde das agile Manifest tatsächlich flexibles Manifest heißen 😉 Ein solcher Mythos, der genau in diesen Kontext passt, lautet das Agilisten nicht planen würden und auch keine Terminzusagen machen. Es ist ähnlicher Dummfug, wie die Behauptung „agile“ müsste man nicht dokumentieren. Das Ergebnis wird zwar als wichtiger erachtet als die Dokumentation, aber Dokumentation ist trotzdem nötig und erforderlich. Auch so ein häufiger Mythos. Marc Löffler entzaubert im folgenden Podcast den Mythos agile Teams würden keine Terminzusagen treffen und nicht planen. Ein Klassiker unter den Falsch-Mythen, der erstaunlich hartnäckig zu sein scheint, da er mir nach wie vor immer wieder begegnet.

https://marcloeffler.eu/2020/08/13/agiler-mythos-agile-teams-machen-keine-terminzusagen/

Kanban: Vertrauen schaffen mit Kanban

Okay, der Artikel, der jetzt folgt, ist aus der Lean-Community entlehnt. Dennoch glaube ich, es passt auch zur agilen Variante von Kanban, selbst wenn der Kontext eher nach „Produktionswirtschaft“ klingt 😉 Den einer der Aspekte, die für mich an Kanban sehr spannend ist, ist die enorm hohe Transparenz, die mit Kanban einhergeht und ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass Transparenz eines der Grundelemente ist, die es braucht, um Vertrauen zu schaffen. In diesem Sinne hoffe ich, dass sich der eine oder ander anfixen lässt. Außerdem bin ich gerne auch mal bei den Lean-Kollegen unterwegs. Man lernt voneinander und da beide „Schulen“ artverwandt sind, passt es hervorragend. Mehr zum Thema Kanban und Vertrauen von Michael Ballé:

https://www.lean.org/LeanPost/Posting.cfm?LeanPostId=1235

Lern- und Fehlerkultur: Erfolge und Fehler als Lernchance feiern

Und noch eine Gemeinsamkeit zwischen richtig verstandenem „Lean“ und „Agile“: Lern- und Fehlerkultur. Manche sind verblüfft, warum ich im agilen Kontext gerne von Kaizen spreche, dass doch aus dem Lean Management kommt. Genau diese Idee verbirgt sich auch hinter dem iterativ-inkrementellen, empirischen Herantasten, was die agile Welt im Übrigen mit empirischen Wissenschaften gemeinsam hat. Dazu gehört auch „Irrtümer“ und „Fehler“ (tatsächlich zwei verschiedene Dinge), als Lernchance zu verstehen, die es uns ermöglichen uns und unserer Ideen weiterzuentwickeln. Deshalb ist wichtig, nicht nur Erfolge, sondern auch „Fehler“ (als Lernchance) zu feiern. Etwas, was im Übrigen ein Kennzeichen vieler erfolgreicher Teams ist. Leider kratzt Deanna deBara nur an der Oberfläche und verknüpft es sehr stark mit Trello. Es lässt sich aber auch wunderbar für fast alle Konkurrenzprodukte adaptieren und ist ein ganz guter erster Einstieg. Profis, habe ich mir sagen lassen, küren jeden Monat einen Fehler des Monats und feiern, was sie aus ihm gelernt haben (Danke übrigens an Ralf Volkmer, Lean Knowledgebase), der mir vor Jahren von der Idee des Fehler des Monats erzählt hat).

https://blog.trello.com/celebrate-wins-and-failures

Leadership und Management

Offene Entscheidungsfindung: In fünf Schritten

Für diejenigen, die sich ausführlich mit Partizipation beschäftigen, dürften die fünf Schritte, die Sim Zacks als „offene Entscheidungsfindung“ beschreibt, nicht wirklich neu sein. Aber dieser Personenkreis gehört – gefühlt – nach wie vor – und gefühlt – zu einer Minderheit, zumindest in wirtschaftsnahen Bereichen. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: verbesserte Qualität der Entscheidungen, geringere Fehlentscheidungsquote und damit ein geringeres Fehlerrisiko. Ganz zu schweigen vom motivierenden Effekt, den es hat, wenn „Meinung“ wertgeschätzt wird. In diesem Sinne eine kleine Anregung, nicht aus der sozialpädagogischen Ecke, sondern aus dem Management.

https://opensource.com/open-organization/20/8/making-open-decisions-five-steps

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