#LINKSDERWOCHE | 8/2020: Produktivität, Agile, Management und Leadership

PRODKUTIVITÄT

Standardisieren: Mit Prozessen und Checklisten

Es gibt vieles, was wir immer wieder tun müssen. Dafür muss man nicht das Rad neu erfinden und sich immer aufs Neue überlegen, wie man es angeht. Man standardisiert sein Vorgehen einfach. Checklisten und Prozesse sind dafür geeignete Hilfsmittel. So bleibt mehr Zeit, für die Dinge, die unserer Aufmerksamkeit dringender benötigen. Das gilt auch in der Selbstorganisation. Das Thema einer Podcastfolge von Ivan Blatter:

https://ivanblatter.com/podcast/prozess/

Aufgabenlisten: Wenn es mehr wie eine ist …

In einer idealen Welt habe wir eine einzige Aufgabenliste. Tja, in einer idealen Welt arbeiten wir auch nur in einem Projekt. Die Realität ist aber alles andere als ideal. Und jetzt geht es los. Da hat man seine eigene Aufgabenliste, dann kommt noch die gemeinsamen Aufgabenliste des Projektteams und dann noch die Liste mit den ToDos aus dem Linienteam. Siehe da, schon haben wir mindestens drei Aufgabenlisten. Wie geht man damit um? Ivan Blatter beschäftigt sich in seinem Podcast genau mit dieser Herausforderung.

https://ivanblatter.com/podcast/mehrere-aufgabenlisten/

Umgang mit der Zeit: Wenn die Zeit mal wieder nicht ausreicht

Unser „Zeitbudget“ ist begrenzt. Der Tag hat eben nur 24 Stunden. Einen großen Teil der Zeit verbraten wir dann auch noch für existenzielle Dinge wie Schlafen und Essen. Und jetzt ist guter Rat teuer. Es ist zum Verzweifeln, die Zeit reicht einfach nicht. Verzweifeln? Nicht wenn es nach Leo Babauta geht. Er sieht das entspannter – nach dem Motto: Macht das Beste aus der Situation und genieße die Zeit, die Dir zur Verfügung steht.

https://zenhabits.net/master-time/

Selbstführung: Dringlichkeit unterscheiden können

Passend zu Leo Babautas Beitrag ist der Artikel von Heinz Peter Wallner. Wie filtert man au dem Berg der möglichen Themen die wirklich relevanten heraus? Was unter all den Dingen, die da laut nach unserer Aufmerksamkeit schreien, sind wirklich dringlich. Dringlichkeit wird zum Strukturierungsfilter. Diese Fähigkeit ist für Wallner ein zentrales Element der Selbstführung:

https://hpwallner.com/selfleadership-braucht-dringlichkeit/

Notizen erstellen: Prinzipien abgeleitet von Luhmann

Ich notiere mir im Laufe des Tages viele Dinge, vieles davon ist vermutlich für die Tonne, weil ich es nie wieder brauche. Interessant ist allerdings was bei der Erstellung der Notizen passiert. Gedanken und Ideen verfestigen sich, werden klarer und entwickeln sich weiter. Manches wird klarer. Das passt – wie ich festgestellt habe – zu den 10 Prinzipien rund um das Thema Notizen, die Stephan List im Toolblog vorstellt:

https://toolblog.de/2020/02/20/wie-sie-richtig-notizen-machen-10-prinzipien/

Werkzeugtipp: Bookmarks mit Raindrop

Im Blog Digital Cleaning von Herbert Hertentramph bin ich dieser Tage auf eine sehr ausführliche Beschreibung eines Bookmark-Tools mit dem schönen Namen Raindrop gestoßen. Das Ganze hört sich für mich so spannend an, dass ich es mir anschauen werde. Vielleicht ist es für Euch auch spannend.

https://digital-cleaning.de/index.php/bookmarks-keep-fallin-on-my-head/

AGILE

Scrum Master: Energielieferanten für Change Agents

Scrum Master und Agile Coaches sind schwer gefordert (was gerne mal unterschätzt wird). Sie sind diejenigen, die den Finger in die Wunde legen müssen, agieren als Coach, Vermittler, Moderator, Mentor … die Liste ist lang. Ihr Job ist eben mehr als das Moderieren der Scrum-Ereignisse wie z. B. der Retrospektive. Gerne werden Scrum Master auch als „Change Agents“ – zutreffend – im Sinne von Förderern von Veränderungsprozessen in Organisationen bezeichnet. Das koste viel Kraft und Energie, verlangt oft eine hohe Frustrationstoleranz. Wie stellt man im Angesicht dieser Herausforderungen sicher, dass der Akku nicht leerläuft? Robert Galen hat ein paar Tipps für potenzielle Energielieferanten.

http://rgalen.com/agile-training-news/2019/12/5/change-agent-recharge-station

Facilitation: Mehrwert maximieren mit Scrum-Werten

Agilität ist kein Selbstzweck. Es geht auch bei allen Managementrahmen und Ansätzen immer auch darum am Ende echten, verwertbaren Nutzen zu schaffen. Das klingt relativ einfach, ist aber der Praxis – da kann jeder von uns ein Lied davon singen – mitunter eine ziemliche Herausforderung. Dabei nicht den Fokus aus den Augen zu verlieren ist nicht einfach. Selbst mit der unterstützenden Hilfe von Managementrahmen wie Scrum nicht einfach. Hier hilft dann die methodische Trickkiste mit Moderationstechniken u. ä. wie hier z. B. die Idee von Johannes Geske, der auf Basis der Scrum-Werte Teams dabei unterstützt, den Fokus auf das Thema Nutzen zu lenken:

https://www.scrum.org/resources/blog/maximizing-product-value-through-scrum-values

Product Owner: 10 typische Fehler

Der folgende Beitrag von Zuzana “Zuzi” Šochová fast 10 – relativ häufig zu beobachtende – Fehler, die Product Ownern unterlaufen auf. Darunter Klassiker wie fehlende Prioritätensetzung oder Nicht-Nein-Sagen-Können.

https://www.scrumexpert.com/knowledge/10-common-mistakes-of-product-owners/

Daily: Nur ein effektives Daily ist ein gutes Daily

Das Daily ist für Scrum ziemlich wichtig. Auch wenn es gerade mal 15 Minuten(!) dauert. Und doch wird das Daily in seiner Bedeutung von Teams sehr oft unterschätzt und manchmal auch nachlässig behandelt. Dabei ist das Daily die Möglichkeit sich im Team (nicht den Scrum Master!) zu synchronisieren. Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich ein Team jedoch animieren, das Daily effektiv zu nutzen. Steven Deneir hat sich dabei von der Motivationsphilosophie Fish! inspirieren lassen:

https://www.scrum.org/resources/blog/more-effective-daily-scrum-do-it-fish-way

Agiles Management: Leitlinien für die Führung agiler Teams

Das Management hat im agilen Kontext ebenso seine Daseinsberechtigung wie im nicht-agilen. Allerdings bedeutet das Führen von agilen Teams, dass das Management vor ganz anderen Herausforderungen steht als bei nicht-agilen Teams. Es ist anspruchsvoller, hat aber auch den Vorteil, dass das Management seinen eigentlichen Job weitgehend ungestört machen kann. Dafür gilt es allerdings auch ein paar „Spielregeln“ einzuhalten. Ben Linders befasst sich ausführlich was agiles Management ist und zeigt auf, welche Leitlinien dabei beachtet werden sollten:

https://www.benlinders.com/2020/dos-and-donts-of-agile-management/

Retrospektive: Wenn in der Retrospektive nichts vom Team kommt

In der Retrospektive wird der Raum geschaffen, über Verbesserungen zu sprechen. Verbesserungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem Ziel bessere Ergebnisse zu erzielen. Es kann allerdings passieren, dass Ihr in einer Retrospektive sitzt und vom Team kommt nicht viel. Gerade „junge“ Teams, die sich noch in der agilen Welt finden müssen, kann es am Anfang überfordern. Der Artikel von Duncan Maddox zeigt wie Ihr mithilfe des 4-Stufen-Kompetenz-Modells als Scrum Masters einem Team in der Retrospektive unter die Arme greifen könnt:

https://www.scrum.org/resources/blog/my-team-has-nothing-say-our-retrospective

Facilitation: Liberating Structures

Liberating Structures ist ein Set aus 33 Moderationsmethoden. Sie sind nicht wirklich neu, basieren größtenteils auf erprobten Moderationsansätzen und doch haben sie sehr viel Potenzial. Sie helfen dabei die Zusammenarbeit im Team zu befördern, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die meisten Ansätze sind vom zeitlichen Aufwand überschaubar und eigenen sich sogar für den alltäglichen Einsatz. Auch sind die verschiedenen Ansätze miteinandern kombinierbar, für Klein- und Großgruppen geeignet. Mehr dazu von Christian Botta:

https://www.visual-braindump.de/2020/02/facilitation-mit-liberating-structures/

LEADERSHIP UND MANAGEMENT

Führung beginnt mit Selbstführung

Es ist in offenes Geheimnis: Führung beginnt mit Selbstführung. Auch wenn der Begriff der Authentizität bisweilen von dem einen oder andern Autoren überdehnt wird, so ist der Kern durchaus relevant. Nur wer sich selbst kennt und dabei immer wieder selbstkritisch reflektiert, ist in der Lage auch andere Menschen zu befähigen. In diese Kerbe stößt der Artikel von Marcus Raitner, den ich Euch heute nahelegen möchte. Marcus geht noch etwas weiter und zeigt auch auf, warum Selbstführung die Basis guter Führung ist:

https://fuehrung-erfahren.de/2020/02/authentisch-fuehren-hoffnung-wecken/

Viable System Modell: Das VSM und Führung

Das Viable System Modell ist bereits mehrfach in den Links der Woche Thema gewesen. Heute habe ich es wieder auf dem Schirm. Von Mark Lambertz gibt es nämlich einen Artikel der das VSM im Führungskontext einer Organisation verortet.

https://t2informatik.de/blog/prozesse-methoden/das-viable-system-modell-und-verantwortungsvolle-fuehrung/

Wardly Map: Inertia sichtbar machen

Die Blogserie zur Wardly-Map von den Flow.Rocks ist in eine weitere Runde gegangen. Die Wardly Map ist die Idee mithilfe einer „Landkarte“ bessere strategische Entscheidungsgrundlagen für Organisationen zu schaffen. In dem folgenden Beitrag stellt Lars Richter das Konzept Inertia vor, die stellvertretende für die Trägheit einer Organisation steht. Hierbei zeigt sich sehr schön, dass die meisten Organisationen nicht an Ihrer Innovationsfähigkeit scheitern, sondern an der Trägheit der Organisation, die die Anpassung behindert.

https://flowwork.rocks/wardley-maps-inertia-kills/

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